Insel Pellworm

Seefahrt tut not

update: Pellworm, 15.05.2008 - 13:52 Uhr

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Seenotrettung

Seit zur See gefahren wird,hat es an allen Küsten der Erde auch Menschen gegeben, die ihre Aufgabe darin gesehen haben, bei Strandungen und Schiffsuntergängen häufig unter Einsatz des eigenen Lebens die Besatzungen dieser Schiffe zu bergen und sicher an Land zu bringen. Besonders gefährlich waren seit jeher die Schiffahrtswege durch die Nordsee, vorbei an den offenen Brandungsküsten der West- und Ostfriesischen Inseln ,der Nordfriesischen Inseln und der Küste Jütlands. Sturmtiefs ,die in der Regel in leicht nordwestlicher Richtung über die Nordsee ziehen und in ihren unteren Quadranten schnell wechselnde stürmische Winde von Südwest über West nach Nordwest mit sich führen, haben allzu häufig Segelschiffe früherer Zeit auf die Küste gedrückt und zur Strandung gebracht. Die Besatzung hatte meistens keine Chance , lebend durch die Brandung an Land zu kommen. Von daher wurden Techniken entwickelt , ihnen von Land aus zu helfen. Es wurden Strandrettungsboote entwickelt ,die von Rampen oder auch von Wagen ablaufen konnten , besetzt mit erfahrenen Rettungsmännern ,oder Leinenschießgeräte, mit denen man sog. Hosenbojen zum Havaristen hinüberbringen konnte, um sie so einzeln abzubergen. 1865 wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gegründet. Drei Männer waren maßgeblich an der Gründung und dem Aufbau beteiligt : Friedrich August Adolph Bermpohl (1833 -1887), Karl Bernhard Arwed Emminghaus (1831 - 1916 ) und Georg Breusing ( 1820 -1882 ). Damals wie heute unterhält sich die DgzRS ausschließlich durch Spenden. Die damaligen einfachen Boote der ersten Stunden sind heute hochtechnisierten Schiffen nach neuestem Standard gewichen.Sie werden aber immer noch von Menschen gefahren ,die dann hinaus müssen ,wenn andere versuchen, einen sicheren Hafen zu erreichen. Auch heute noch verlieren Rettungsmänner im Einsatz ihr Leben, ihre Namen sind zum Teil in den Namen vieler Rettungskreuzer festgehalten.

 

Für die Insel und Halligen haben die Schiffe derDGzRS eine besondere Bedeutung.
Sie leisten in schweren Wintern Eisbrecherhilfe und spielen eine große Rolle bei
Krankentransporten , die mit den regulären Fähren nicht schnell genug
durchgeführt werden können. Von daher gibt es am Pellwormer Fähranleger eine
besondere Treppe , die immer frei gehalten werden muß ,falls ein Transport notwendig wird. In den letzten 50 Jahren sind eine Reihe von Booten für Pellworm
im Einsatz gewesen , wenn sie auch nicht immer auf Pellworm stationiert waren.

Es waren:
„ Mattheus Müller”
„ Horumersiel”
"Geheimrat Sartori"
„Rickmer Bock”
„Hindenburg”
„ H.J. Kratschke”
„ Vormann Leiss”

Folgende Pellwormer Rettungsmänner haben fest oder ehrenamtlich auf Kreuzern
der DgzRS gedient :
Werner Pax
Johann Nommensen
Fritz August Ronnebeck
Wilfried Eberhardt
Ergin Meyer
Jasper Mextorf


Folgende Pellwormer waren bzw. sind auf Pellworm Vertrauensmänner für die Gesellschaft :
Hans Krohn
Dethlef Dethlefsen
Wilfried Eberhardt

1. Ruderrettungsboot im
 
Rettungsboot wird zum Strandungsort gebracht
 
Boot wird ins Wasser gelassen
 
gruppe von Rettungsmännern mit Leinengewehr
 
Rettungskreuzer leistet Eisbrecherhilfe, um den Pellwormer
 
 
 
 
 
 
Geheimrat Sartori
 
Rickmar Bock
 
Vormann Leiss