Seit zur See gefahren wird,hat
es an allen Küsten der Erde auch Menschen gegeben,
die ihre Aufgabe darin gesehen haben, bei Strandungen
und Schiffsuntergängen häufig unter Einsatz
des eigenen Lebens die Besatzungen dieser Schiffe zu bergen
und sicher an Land zu bringen. Besonders gefährlich
waren seit jeher die Schiffahrtswege durch die Nordsee,
vorbei an den offenen Brandungsküsten der West- und
Ostfriesischen Inseln ,der Nordfriesischen Inseln und
der Küste Jütlands. Sturmtiefs ,die in der Regel
in leicht nordwestlicher Richtung über die Nordsee
ziehen und in ihren unteren Quadranten schnell wechselnde
stürmische Winde von Südwest über West
nach Nordwest mit sich führen, haben allzu häufig
Segelschiffe früherer Zeit auf die Küste gedrückt
und zur Strandung gebracht. Die Besatzung hatte meistens
keine Chance , lebend durch die Brandung an Land zu kommen.
Von daher wurden Techniken entwickelt , ihnen von Land
aus zu helfen. Es wurden Strandrettungsboote entwickelt
,die von Rampen oder auch von Wagen ablaufen konnten ,
besetzt mit erfahrenen Rettungsmännern ,oder Leinenschießgeräte,
mit denen man sog. Hosenbojen zum Havaristen hinüberbringen
konnte, um sie so einzeln abzubergen. 1865 wurde die Deutsche
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gegründet.
Drei Männer waren maßgeblich an der Gründung
und dem Aufbau beteiligt : Friedrich August Adolph Bermpohl
(1833 -1887), Karl Bernhard Arwed Emminghaus (1831 - 1916
) und Georg Breusing ( 1820 -1882 ). Damals wie heute
unterhält sich die DgzRS ausschließlich durch
Spenden. Die damaligen einfachen Boote der ersten Stunden
sind heute hochtechnisierten Schiffen nach neuestem Standard
gewichen.Sie werden aber immer noch von Menschen gefahren
,die dann hinaus müssen ,wenn andere versuchen, einen
sicheren Hafen zu erreichen. Auch heute noch verlieren
Rettungsmänner im Einsatz ihr Leben, ihre Namen sind
zum Teil in den Namen vieler Rettungskreuzer festgehalten.
Für die Insel und Halligen haben
die Schiffe derDGzRS eine besondere Bedeutung.
Sie leisten in schweren Wintern Eisbrecherhilfe und spielen
eine große Rolle bei
Krankentransporten , die mit den regulären Fähren
nicht schnell genug
durchgeführt werden können. Von daher gibt es
am Pellwormer Fähranleger eine
besondere Treppe , die immer frei gehalten werden muß
,falls ein Transport notwendig wird. In den letzten 50
Jahren sind eine Reihe von Booten für Pellworm
im Einsatz gewesen , wenn sie auch nicht immer auf Pellworm
stationiert waren.
Es waren:
„ Mattheus Müller”
„ Horumersiel”
"Geheimrat Sartori"
„Rickmer Bock”
„Hindenburg”
„ H.J. Kratschke”
„ Vormann Leiss”
Folgende Pellwormer Rettungsmänner
haben fest oder ehrenamtlich auf Kreuzern
der DgzRS gedient :
Werner Pax
Johann Nommensen
Fritz August Ronnebeck
Wilfried Eberhardt
Ergin Meyer
Jasper Mextorf
Folgende Pellwormer waren bzw. sind auf Pellworm Vertrauensmänner
für die Gesellschaft :
Hans Krohn
Dethlef Dethlefsen
Wilfried Eberhardt
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