Liebe Gäste,
Diese Ausstellung wurde für Sie
von einer Gruppe von Seeleuten, Fischern und Seglern zusammengestellt.
Sonderausstellung der Deutschen
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Seenotretter im
Alten Dampferschuppen auf Pellworm
„Seenotrettung im Wandel der Zeit”, so lautet das
Motto einer Sonderausstellung der Deutschen Gesellschaft zur
Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die in den Räumen
des alten Dampferschuppens vom 30.04. — 26.07.2006
auf Pellworm präsentiert wird.
Eine Reihe von faszinierenden Bildern, historisches und neuzeitliches
Rettungsgerät und maßstabsgetreue Schiffsmodelle
machen den Fortschritt deutlich, den die DGzRS seit ihrer Gründung
im Jahr 1865 zu verzeichnen hat — vom Ruderrettungsboot,
das im Alarmfall vom Pferdegespann ins Wasser gezogen wurde,
bis zum modernen Seenotkreuzer.
Besucher haben Gelegenheit in die oft gefahrvolle Arbeit der
Rettungsmänner von „Damals und Heute” einzutauchen.
Historische Exponate, wie zum Beispiel Hosenboje, ein Raketenapparat
mit Leinenkiste und andere interessante Exponate führen
aus der Entstehungszeit bis in die heutige Gegenwart.
Seenotkreuzermodelle von der 7m-Klasse
bis zum Modell des bislang größten 46m-Seenotkreuzers
HERMANN MARWEDE, wie sie heute an Nord- und Ostseeküste
im Einsatz sind, werden ausgestellt. Sonderaktion runden die
Ausstellung ab.
Die Ausstellung ist täglich von 10.00 — 17.00 Uhr
geöffnet.
Spannende und informative Filme der DGzRS werden ständig
im „Kinobereich” der Ausstellung gezeigt.
Obwohl auf Pellworm von jeher überwiegend Landwirtschaft
betrieben wird, gibt es auch hier Menschen, die ihr Leben der
See anvertrauen und von ihr existieren.
Die zum Teil sehr wertvollen Exponate wurden
überwiegend als Leihgaben von Pellwormer Seemanns- und
Fischerfamilien zur Verfügung gestellt.
Ein grosser Teil der Ausstellung ist der Pellwormer Fährgesellschaft
gewidmet.
Eine Reihe von Modellen zeigt die Schiffe der
NPDG vom ersten einfachen Raddampfer bis zur modernen Autofäre.
Die grosse Mandränke von 1634 zerbrach
die Insel "Strand" in zwei Teile.
Der westlichste, Pellworm, wurde durch Ausweitung
des Wattenmeeres immer mehr isoliert, und eine Schiffahrtsverbindung
immer dringender notwendig.
Versuche dies mit Schiffern vom Festland zu
erreichen, scheiterten; Klagen über Trunkenheit, Unzuverlässigkeit,
und Nachlässigkeit waren an der Tagesordnung.
- 1865 wurde die Verbindung erstmalig von Pellwormern
übernommen.
- 1872 wurde die Pellwormer Dampfschiffahrtsgesellschaft
gegründet.
Eine zentral im Raum stehende Vitrine zeigt
Fotos und Funde von gestrandeten Schiffen.
Das Wattenmeer und das Seegebiet vor der nordfriesischen
Küste ist seit jeher eines der schwierigsten und gefährlichsten
Fahrgebiete der Nordsee.
Strandungen und Untergänge häuften
sich hier.
Ein Fund englischer Kupfermünzen, die bis
1797 in England als privates Notgeld (Token) geprägt wurden,
gilt als einmalig.
Es ist der bisher einzige Fund dieser Art ausserhalb
Englands.
In einer Nische des Raumes gruppiert sich um
ein Großfoto des Pellwormer Hafens von 1866 eine Chronik
der Pellwormer Küstenschiffahrt.
Auf Tafeln geordnet zeigen Fotos der Schiffe
sowie genaue Angaben zu den Schiffen und ihrer Eigner, daß
es auch auf Pellworm diesen Berufszweig immer gegeben hat.
Der Übergang zum Thema Fischerei ist nahtlos.
Obwohl auf Pellworm ein Gewerbe, das erst im 20. Jahrhundert
an Bedeutung gewinnt, hat es doch schon seine Tradition.
Kuttermodelle, Fischereigerät und ein Rückenwirbel
eines großen Wals, der zufällig ins Netz geriet,
sind sehenswert.
Im halbdunkel des hinteren Teils, hängt
eine Seekarte der Nordsee (Übersegler) des Jahres 1899.
Sie ist häufig benutzt worden, die Spuren
der Bleistiftstriche, die man während der Reise als Kurslinie
benutzt und danach ausradiert, sind deutlich erkennbar.
Eine kleine Sammlung daneben befasst sich mit
der Schiffssicherheit und dem Rettungswesen an der deutschen
Küste.
Pellwormer fuhren aber nicht nur an der Küste
auf eigenen Schiffen, sondern häufig als Matrosen, Steuerleute
und Kapitäne auf den Schiffen grosser Reedereien.
Daher haben wir für Sie drei Arbeitsbereiche,
wie sie bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts auch noch auf größeren
Schiffen üblich waren, nachgestellt:
- Navigations- (Karten-) raum
- Kommandobrücke
- Kabelgatt (Arbeitsbereich des Bootsmanns,
der als Meister für die Instandhaltung des Schiffes zuständig
ist.)
Im unteren Raum finden Sie Fischereigeräte,
Wrackteile untergegangener Schiffe und ähnliches.
Zur Zeit ist hier eine Ausstellung über
die Entwicklung von Schifffahrt und Schiffbau von der Vergangenheit
bis zur Gegenward zu sehen.
Am Alten Hafen / Nordseite
25849 Pellworm
Tel. 04844/1266 (Leiter Arbeitsgruppe)
Oder 04844-990983 (Hafenmeister)
Öffnungszeit
April bis November: täglich 10.00 – 17.00 Uhr
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