Insel Pellworm

Seefahrt tut not

update: Pellworm, 11.03.2010 - 08:35 Uhr

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Date: 11.03.10
Time: 08:35:30
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Gesamt: 199

 

Liebe Gäste,

Diese Ausstellung wurde für Sie von einer Gruppe von Seeleuten, Fischern und Seglern zusammengestellt.



Sonderausstellung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

 
 

Seenotretter im Alten Dampferschuppen auf Pellworm


„Seenotrettung im Wandel der Zeit”, so lautet das Motto einer Sonderausstellung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die in den Räumen des alten Dampferschuppens vom 30.04. — 26.07.2006 auf Pellworm präsentiert wird.


Eine Reihe von faszinierenden Bildern, historisches und neuzeitliches Rettungsgerät und maßstabsgetreue Schiffsmodelle machen den Fortschritt deutlich, den die DGzRS seit ihrer Gründung im Jahr 1865 zu verzeichnen hat — vom Ruderrettungsboot, das im Alarmfall vom Pferdegespann ins Wasser gezogen wurde, bis zum modernen Seenotkreuzer.
Besucher haben Gelegenheit in die oft gefahrvolle Arbeit der Rettungsmänner von „Damals und Heute” einzutauchen. Historische Exponate, wie zum Beispiel Hosenboje, ein Raketenapparat mit Leinenkiste und andere interessante Exponate führen aus der Entstehungszeit bis in die heutige Gegenwart.

 

Seenotkreuzermodelle von der 7m-Klasse bis zum Modell des bislang größten 46m-Seenotkreuzers HERMANN MARWEDE, wie sie heute an Nord- und Ostseeküste im Einsatz sind, werden ausgestellt. Sonderaktion runden die Ausstellung ab.
Die Ausstellung ist täglich von 10.00 — 17.00 Uhr geöffnet.
Spannende und informative Filme der DGzRS werden ständig im „Kinobereich” der Ausstellung gezeigt.


 

Obwohl auf Pellworm von jeher überwiegend Landwirtschaft betrieben wird, gibt es auch hier Menschen, die ihr Leben der See anvertrauen und von ihr existieren.

Die zum Teil sehr wertvollen Exponate wurden überwiegend als Leihgaben von Pellwormer Seemanns- und Fischerfamilien zur Verfügung gestellt.


Ein grosser Teil der Ausstellung ist der Pellwormer Fährgesellschaft gewidmet.

Eine Reihe von Modellen zeigt die Schiffe der NPDG vom ersten einfachen Raddampfer bis zur modernen Autofäre.

Die grosse Mandränke von 1634 zerbrach die Insel "Strand" in zwei Teile.

Der westlichste, Pellworm, wurde durch Ausweitung des Wattenmeeres immer mehr isoliert, und eine Schiffahrtsverbindung immer dringender notwendig.

Versuche dies mit Schiffern vom Festland zu erreichen, scheiterten; Klagen über Trunkenheit, Unzuverlässigkeit, und Nachlässigkeit waren an der Tagesordnung.

- 1865 wurde die Verbindung erstmalig von Pellwormern übernommen.

- 1872 wurde die Pellwormer Dampfschiffahrtsgesellschaft gegründet.

 

Eine zentral im Raum stehende Vitrine zeigt Fotos und Funde von gestrandeten Schiffen.

Das Wattenmeer und das Seegebiet vor der nordfriesischen Küste ist seit jeher eines der schwierigsten und gefährlichsten Fahrgebiete der Nordsee.

Strandungen und Untergänge häuften sich hier.

Ein Fund englischer Kupfermünzen, die bis 1797 in England als privates Notgeld (Token) geprägt wurden, gilt als einmalig.

Es ist der bisher einzige Fund dieser Art ausserhalb Englands.

In einer Nische des Raumes gruppiert sich um ein Großfoto des Pellwormer Hafens von 1866 eine Chronik der Pellwormer Küstenschiffahrt.

Auf Tafeln geordnet zeigen Fotos der Schiffe sowie genaue Angaben zu den Schiffen und ihrer Eigner, daß es auch auf Pellworm diesen Berufszweig immer gegeben hat.

 

Der Übergang zum Thema Fischerei ist nahtlos. Obwohl auf Pellworm ein Gewerbe, das erst im 20. Jahrhundert an Bedeutung gewinnt, hat es doch schon seine Tradition.

Kuttermodelle, Fischereigerät und ein Rückenwirbel eines großen Wals, der zufällig ins Netz geriet, sind sehenswert.

Im halbdunkel des hinteren Teils, hängt eine Seekarte der Nordsee (Übersegler) des Jahres 1899.

Sie ist häufig benutzt worden, die Spuren der Bleistiftstriche, die man während der Reise als Kurslinie benutzt und danach ausradiert, sind deutlich erkennbar.

 

Eine kleine Sammlung daneben befasst sich mit der Schiffssicherheit und dem Rettungswesen an der deutschen Küste.

Pellwormer fuhren aber nicht nur an der Küste auf eigenen Schiffen, sondern häufig als Matrosen, Steuerleute und Kapitäne auf den Schiffen grosser Reedereien.

Daher haben wir für Sie drei Arbeitsbereiche, wie sie bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts auch noch auf größeren Schiffen üblich waren, nachgestellt:

- Navigations- (Karten-) raum

- Kommandobrücke

- Kabelgatt (Arbeitsbereich des Bootsmanns, der als Meister für die Instandhaltung des Schiffes zuständig ist.)

 

Im unteren Raum finden Sie Fischereigeräte, Wrackteile untergegangener Schiffe und ähnliches.

Zur Zeit ist hier eine Ausstellung über die Entwicklung von Schifffahrt und Schiffbau von der Vergangenheit bis zur Gegenward zu sehen.

 

Am Alten Hafen / Nordseite
25849 Pellworm
Tel. 04844/1266 (Leiter Arbeitsgruppe)
Oder 04844-990983 (Hafenmeister)

Öffnungszeit
April bis November: täglich 10.00 – 17.00 Uhr